Ist Surfen gefährlich?
Ob Surfen gefährlich ist, hängt von mehreren Faktoren ab – unter anderem von der Erfahrung des Surfers, den aktuellen Bedingungen im Wasser, der Ausrüstung und dem eigenen Verhalten. Grundsätzlich gilt: Mit zunehmender Erfahrung, besserer Technik und realistischem Einschätzen der eigenen Fähigkeiten sinkt das Verletzungsrisiko deutlich. Dennoch ist Surfen, wie jeder Wassersport, nicht völlig risikofrei.
Häufige Verletzungen
Die meisten Verletzungen beim Surfen sind eher harmlos. Dazu zählen Prellungen, Abschürfungen, Schnittwunden oder Muskelzerrungen. Sie entstehen meist durch Zusammenstöße mit dem eigenen Surfbrett, mit anderen Surfern oder durch Kontakt mit dem Meeresboden. Auch Kopfverletzungen sind möglich, etwa bei Stürzen vom Brett. In bestimmten Bedingungen kann das Tragen eines Helms das Risiko schwerer Kopfverletzungen reduzieren.
Seltenere Risiken
Weniger häufig, aber dennoch möglich, sind Verletzungen durch Meereslebewesen wie Quallen oder Rochen. Begegnungen mit Haien sind extrem selten. Bei regelmäßigen Surfern können zudem Überlastungsschäden wie Sehnen- oder Gelenkprobleme auftreten, die meist auf wiederholte Bewegungen und fehlende Regeneration zurückzuführen sind. Für Binnenlandsurfer, die nur im Urlaub surfen, ist eine gezielte Vorbereitung vor dem Surftrip besonders sinnvoll.
Umwelt- und äußere Einflüsse
Nicht zu unterschätzen sind äußere Faktoren wie starke Strömungen, hohe Wellen oder Rippströmungen, die auch erfahrene Surfer fordern können. Zusätzlich stellen Sonne, Hitze und Dehydration ein Risiko dar, wenn ohne ausreichenden Sonnenschutz oder Flüssigkeitszufuhr gesurft wird. Auch überfüllte Surfspots erhöhen die Gefahr von Kollisionen.
Wie lässt sich das Risiko minimieren?
Das Verletzungsrisiko lässt sich deutlich reduzieren, indem man:
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die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt
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Bedingungen wählt, die zum eigenen Können passen
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sich über den jeweiligen Surfspot informiert
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grundlegende Sicherheitsregeln beachtet (Leash tragen, Vorfahrtsregeln kennen)
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auf gute Ausrüstung achtet
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sich vor dem Surfen aufwärmt
Anfänger profitieren besonders davon, mit einem Instruktor oder erfahrenen Surfern ins Wasser zu gehen.
Fazit
Wellenreiten fühlt sich oft spektakulärer und gefährlicher an, als es objektiv ist. Gerade Anfänger und Intermediates haben häufig das Gefühl, am Limit zu surfen, verfügen in Wirklichkeit aber noch über große Reserven. Mit Respekt vor dem Meer, guter Vorbereitung und den richtigen Entscheidungen ist Surfen ein vergleichsweise sicherer und zugleich äußerst bereichernder Sport.
