Siddhi Barbosa

Siddhi Barbosa

Erzähl doch mal kurz etwas über dich/ Stelle dich vor.

Sali mein Name ist Siddhartha, ich bin 18 und komme aus Zürich.
Obwohl ich hunderte von Kilometern vom Meer entfernt wohne, ist surfen was ich jeden Tag von morgens bis abends mache. Ob das nun auf Wellen, im Schnee oder im Skatepark ist, Surfen ist mein Ding!

Wie ist es zu deiner Leidenschaft zum Surfen gekommen?

Gute Frage, eigentlich habe ich ja das Surfen quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Ich bin nämlich schon mit meinen Eltern als Kleini um die Welt gereist, von einem Surfspot zum nächsten. Leider trennten sich meine Eltern bald und bin deshalb in Zürich aufgewachsen. Aber die Sehnsucht nach Meer und Wellen blieb. Mein Vater reiste schon um die Welt fasziniert vom Ozean und seinen endlosen Formationen von Wellen. Diese Faszination ist wohl schon als Baby auf mich übergeschwappt. Vom Strand aus sah ich hinaus aufs Meer und schaute meinem Vater beim Surfen zu. Meine Eltern trennten sich wie ich 3 Jahre alt war und ich zog mit meiner Mutter und Bruder nach ZH. Was mir vom Surfen blieb, waren die Surfmagazine und die Sehnsucht .... .

Seit wann surfst du?

2011 nahm mich mein Vater das aller erste Mal mit zum Surfen. Damals vor Long Beach in New York. Das Wasser war arschkalt. Aber das Gefühl auf der Welle zu sein, das war der Hit, der Oberknaller. Es war sozusagen sofort um mich geschehen. Auf einmal war mir klar was ich für den Rest meines Lebens machen werde. 2014 packten meine Mutter, ich und mein kleiner Bruder unsere sieben Sachen und machten uns auf die Suche nach Abenteuern und Wellen. Ein Jahr lang surfte ich und mein jüngerer Bruder jeden Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang an den Stränden Mittel- und Südamerikas. Oft war es schon dunkel wie wir aus dem Wasser kamen. Wir konnten uns
einfach nicht lösen vom Surfen ! Für meine Mutter war das nicht so einfach. Sie musste schon immer auch grosses Vertrauen in uns aufbringen!

Was fasziniert dich am Surfen/ wieso machst du es?

Was für eine Frage. Jeder der jemals lange genug auf einem Brett, die Welle geritten ist, weiss wie supergeil das ist. Es ist total faszinierend in diesem Element, mit diesen Kräften umzugehen, zu spielen, zu gleiten, zu surfen. Ich liebe es. Es ist supergeil und darum mache ich es.

Du darfst nur noch einen Ort für den Rest deines Lebens fürs Surfen auswählen. Welcher Ort wäre das-und wieso?

Hawaii, Oahu, North Shore. Pipeline ist meine Traumwelle.

Was oder wer ist deine grösste Inspiration wenn es ums Surfen geht? 

Uncle Buttons, war ein Surfer, der voll und ganz für das Surfen gelebt hat. Dazu gehört Respekt für den Ozean, die Natur und die Gemeinschaft. Und egal wie die Konditionen waren, he always enjoyed! Griffin Colapinto ist mein Lieblings Surfer in der WSL Tour. Seine positive Ausstrahlung widerspiegelt sich in seinem Stil und das finde ich toll!

Welche Boards bevorzugst du zum Wellenreiten?

Egal ob Longboard, Shortboard, Twin Fin, oder A-Symetrical Boards das Glücksgefühl ist das selbe!
Obwohl, momentan mein Lieblingsboard ein Supernova 5.8/18.50/2.25 von Dario Milano ist.

Wie fühlt es sich an ein Teamrider von Surfari zu sein?

Super stocked! Und dankbar für die Unterstützung des besten Surf Shops der Schweiz!

Kann man in der Schweiz von einer Surfszene reden? Falls ja, bist du in einem Club aktiv oder passiv tätig?

Ja auf jeden Fall und sie ist stetig am Wachsen. Ich bin Mitglied der Swiss Surfing Association, dank ihrem Engagement und jährlichen Organisation der Schweizer Surf Meisterschaft entsteht eine grosse Surf Family.


Was war bis jetzt deine grösste Herausforderung im Surfen?

Competiton surfen. Sieht einfach aus, steckt jedoch viel mehr dahinter, wie einfach Wellen zu surfen. Mein Fokus für 2019 ist erfolgreich Wettkämpfe zu bestreiten.

Was ist dein schönstes Surfabenteuer? 

Das schönste Abenteuer war letztes Jahr in Sumbawa. Ich hatte keine Lust mehr die üblichen Spots zu surfen, die total crowded waren.Joey, mein Gastgeber und Mentor, erzählte mir von einer geheimen Welle. Die ich jedoch
selber finden musste. So begann ich die Küste hoch- und runterzufahren, um die beschriebene Bucht zu finden. Als ich sie fand, war da aber keine Welle und das für die nächsten 7 Tage. Als ich eines morgens, es war noch dunkel, wieder hin fuhr, sah ich schon von Weitem die perfekten Wellen rein rollen. Ich sprang überglücklich ins Wasser und surfte sechs Stunden einen Barrel nach dem anderen, ganz alleine im lineup ! Einer meiner glücklichsten Erfahrungen.

Gibt es eine Surfkultur für dich? Wenn ja, wie würdest du sie beschreiben?

Ja es gibt definitiv eine Surfkultur. Für mich heisst Surfkultur mit anderen Surfern, egal wie alt sie sind oder woher sie kommen, die Freude am Surfen zu teilen. Wir teilen ja den gleichen Stocke. Das Grösste ist doch wenn man Teil der lokalen Szene sein kann. Und das kann ja nur mit gegenseitigem Respekt funktionieren. Respekt das ist doch die Basis von einer Kultur die uns
Surfer zusammen hält. Und das ist super cool und ohne gegenseitigem Respekt kannst du eine sogenannte Surfkultur vergessen. 

To all surfers out there - respect each others !